00:00:10:
00:00:29: Ja, herzlich willkommen zu unserem nächsten Impuls.
00:00:34: Wenn ich mich recht erzienne haben wir den neunzehnten Sonntag nach Trinitatis.
00:00:40: Wir haben schon über die festlose Zeit gesprochen, die ja gar nicht so festlos ist aber Neunzehn Sonntage ist schon eine ganz schön lange Zeit und es geht heute um den Glauben.
00:00:52: wieder mal Die Geschichte im Evangelium aus Markus II.
00:01:00: Jesus predigt und plötzlich bringen vier Männer einen Kranken und können nicht zu ihm kommen, weil der Eingang verstellt ist, weil so viele Leute dort sind.
00:01:12: Und sie haben eine unglaublich unkonventionelle kluge Idee Sie steigen aufs Dach, machen das Dach auf und lassen direkt an der Stelle wo Jesus steht ihren Freund den gelehmten.
00:01:25: Und
00:01:28: da?
00:01:28: Unglaublicher Freundschaftsdienst.
00:01:30: Wie muss dem gegangen sein, der sagt jetzt bockern wir meine Führersparte zusammen, lass mich durchs Docher habe ich nur damit die da zum Jesus kamen weil von dem haben wir schon so viel Wunder gehört.
00:01:40: Unglaublich.
00:01:41: also.
00:01:41: Freundschaft ist dort das zentrale Thema.
00:01:44: Vertrauen nicht nur Jesus natürlich sondern auch den Freunden zu vertrauen ist ja dort das große Motiv des Wahnsinnes.
00:01:56: Ich glaube aber auch, wenn ich mich versuche in diesen gelehmten Hinein zu versetzen.
00:02:01: Das ist eine unglaubliche Scham und die Peinlichkeit auch damit reinspielt weil vielleicht man ist das eine Interpretation oder nicht?
00:02:14: Ich glaube nicht dass er Hurra geschrien hat, ich komme jetzt zu Jesus und meine Freunde tun alles sondern es hat erst gebraucht das zu überwinden diese Scham.
00:02:22: Und die haben das trotzdem getan.
00:02:24: Die haben für ihn geglaubt, stellvertretend wir bringen dich zu Jesus und... ...die Frage ist ja dann was macht denn Jesus in der Situation?
00:02:36: Wir sind deine Sünden vergeben.
00:02:40: mit dem kann er vielleicht noch gar nicht so viel anfangen.
00:02:43: und dann merkt er schon hinten sind die Pharisäer und die Murren und er kann schon Sünden vergeben kann doch Gott alleine.
00:02:52: Was macht dieser Mensch?
00:02:53: Und dann sagt Jesus aber damit er merkt, der Glaube ist stärker und sagt ja dann stehe auf und geh, nehmt ein Bett.
00:03:02: Geh nach Hause!
00:03:04: Und dann steht er wirklich auf also hier eigentlich als Folge des Glaubens das Gott Sünden vergeben kann und es auch tut.
00:03:17: Es sind eigentlich zwei Wunder passiert.
00:03:20: Das erste ist die Vergebung der Sünden, das zweite ist, dass er sagt, steh auf und gehe, also der Gelehmte, der ein Leben lang gelemmt war, gespielt plötzlich seine Vieres wieder, kann ich da aufstehen?
00:03:31: Als hätte Jesus fast beweisen müssen, dass Er tatsächlich im Auftrag Gottes unterwegs ist, wo es ja gar nicht so sein Naturell war.
00:03:44: immer seine Sachen gemacht, sein Ding durchgezogen.
00:03:48: Aber da in der Geschichte schaut es aus wie wenn er sie wirklich beweisen hätte.
00:03:53: mir das.
00:03:53: Sie fast getränkt dazu nicht?
00:03:55: Ja,
00:03:56: aber es ist die ganze Situation so weil wir einfach nicht vergessen die vier Freunde die den Geländen bringen haben ja eigentlich auch andere dadurch zurückgereiht, sie haben sich eingetränkt.
00:04:05: also es ist ein richtiger... Eigentlich eine ziemlich wüde Geschichte dass ich mich dann einfach so selber im Mittelpunkt setz.
00:04:13: Aber ja, der Glaube und die Annotwendigkeit des Wissen um den Notwendigkeit war die Triebfeder für diese Aktion.
00:04:22: Die Sonntagsordnung ordnet einen Predigtext zu diesem Evangelium hinzu aus Epheser IV Und da geht es darum, den alten Menschen ablegen.
00:04:34: Das ist eigentlich dieses Radikale was da drin steckt.
00:04:37: also als ob der Glabe so etwas ist dass wir unsere alte Natur ablegen können wie ein altes Gewand, einen alten Mantel und zieht Christus an als neuen Mantel.
00:04:53: Das heißt es gilt nichts mehr was vorher an Konvention auch an Scham eine Peinlichkeit vielleicht uns lenkt.
00:05:03: das ist hinter uns.
00:05:06: Zieht den neuen Menschen an wie ein neues Gewand.
00:05:08: das ist die Botschaft die dahinter steht.
00:05:11: Das finde ich unglaublich faszinierend, dass der Glaube radikal auch mit Konventionen bricht.
00:05:21: Ohne jemanden jetzt vor den Kopf stoßen zu wollen.
00:05:25: aber es ist entscheidend das wir daran erinnert werden wir sind nach Gottes Bild geschaffen.
00:05:31: also hier kommt auch die Schöpfungsgedanke wieder du bist befreit.
00:05:35: das ist längst passiert und lass die alte Natur Der Angst hinter dir, des Fluches auch über Adam ausgesprochen.
00:05:48: Efer und so weiter.
00:05:50: Lass dich ermutigen den neuen Menschen anzuziehen und lebe gerecht in Heiligkeit!
00:05:58: So einfach klingt das nicht?
00:06:02: Aber es geht darum wann es wird aufgezählt.
00:06:04: die alten Bahnen und Gewohnheiten solltest du verlassen.
00:06:08: legt die Lüge ab beherrscht den Zorn Gezwungen, aber überwindet ihn eigentlich.
00:06:16: Lass die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen wie du auch erwähnt.
00:06:20: Schau auf das Licht Christus!
00:06:23: Dort geht unser Fokus hin.
00:06:26: Das ist klar.
00:06:27: Lässt die Sonnen nicht über deinem Zorn runter gehen, gehe nicht beleidigt schlafen.
00:06:31: Genau.
00:06:32: Kannst da daraus ziehen lassen dieser Botschaft zum Beispiel?
00:06:36: Klär das Problem mit dir und einem Feind bevor der Sonne untergegangen ist.
00:06:41: Nimm es nicht in die Nacht.
00:06:43: Das Arbeit uns oft her in der Nacht.
00:06:47: Wenn du das geklärt hast, dann kannst du ruhig schlafen.
00:06:51: Ja?
00:06:53: Es wird auch erwähnt, du sollst nicht mehr stehen sondern durch eigene Hände Arbeit etwas verdienen.
00:06:58: wir merken vom Hintergrund... ...das sind Dinge die vielleicht durchaus gang und gäbe sind.
00:07:05: wenn ich da heute mal manchmal drüber nachdenke dann reizt mich auch dieser Satz wie viele Menschen Schäfeln an, Haufen Geld aber rühren keinen Finger dafür.
00:07:20: Und andere arbeiten, hacken und werden bleiben hungrig, verdienen fast nichts.
00:07:29: Das ist Gerechtigkeit wenn man durch eigene Hände Arbeit auch etwas verdient.
00:07:35: Das heißt das müssen die Umstände auch passen?
00:07:38: Und an denen können wir oft wenig ändern!
00:07:40: Die Umständes sind ein großes Problem, Ungerechtigkeit Strukturelle Ungerechtigkeit, unsere Ordnung.
00:07:50: Wo einige sich alles rausnehmen und andere wieder und wieder darunter leiden und verlieren.
00:08:02: Was tröstet uns in so einer Stimmung, in der wir uns da jetzt gar befinden?
00:08:07: In was kann man da als Tröstliches Wort ... Man kann es ja nicht nur auf das Jenseits verlassen und dann sagen Ja, da wird dann alles gut!
00:08:15: Das ist der christliche Heilsgedanke, der super ist an sich aber Der reist dann jetzt auch nicht aus, aber mal als Kind zwangs Arbeiten in Pakistan ist.
00:08:26: Oder auf einer Müllhalte irgendwo in Lateinamerika arbeiten muss.
00:08:34: Was wäre da jetzt der Gedanke, was du sagst?
00:08:38: Ja ich denke das steckt eigentlich darin.
00:08:41: Ich schau jetzt auf mich, was ich daraus mache und ich lass mich nicht... zum Hass und zum Zorn hinreißen, sondern ich schaue welche Möglichkeiten gibt es denn noch?
00:08:54: Trotzdem zu lieben.
00:08:56: Das heißt die Suche mal in jeder Situation das Gegenteil eines Sündenboxer raus, sondern Versuch eigenverantwortlich zu handeln.
00:09:06: Und wenn man da z.B.
00:09:07: an Dietrich Bonnhöfer oder ähnliche Menschen denkt, die im Angesicht des Todes trotzdem immer noch positiv ... ihr Herz beladen haben, dann kann man das schon eine Hoffnung geben und auch einen Auftrieb geben.
00:09:25: Aber uns nur so schlimm ist es, so bleibt es jetzt klingt natürlich.
00:09:29: Am Schluss heißt es seit beim Herzig und vergibt einander wie Christus euch vergeben hat.
00:09:34: Ich habe mal jemanden kennengelernt und gesagt, was ist beim Herzlichkeit?
00:09:37: Ich hab das nie erlebt!
00:09:38: Ich weiß nicht, wie sich das anfühlt.
00:09:41: Wir sind auf die Suche gegangen, gibt's im Leben doch etwas wo jemand... dir beim Herzlichkeit geschenkt hat, gegeben hat.
00:09:50: Du hast es vielleicht noch nicht als so was wahrnehmen können.
00:09:54: Eine lange Nacht gedacht?
00:09:57: Man kam ganz zögerlich.
00:09:58: doch, vielleicht damals in der Situation waren Menschen da die mich nicht verurteilt haben für das was ich getan habe.
00:10:09: umso auf die Suche zu gehen nach beim Herzigkeit die mir gegeben wurde, da spielt ja der Text auch drauf an so wie Christus beim Herzig war und dadurch auch vergeben zu können, was Christus vergeben hat.
00:10:27: Das ist eine Challenge, eine Herausforderung die nicht mit den Fingerschnippen einfach gemachtes Mantel ausgezogen, neuer Mensch angelegt sondern das ist hartes Boot auf das zu achten, das zu lernen immer wieder auf das zurückzukommen wo es mir doch noch beim Herzigkeit geschenkt worden an der ich mich orientiere.
00:10:53: Also es ist ähnlich wie die Geschichte mit dem Danken, dass ich einfach unter der Zeit versuche beim Herzigkeit zu sehen.
00:11:03: Ja
00:11:04: Aber auch selbst auszuteilen und nicht immer auf richten und immer auf vergelten Und immer auf Gerechtigkeiten noch irdischen Maßstäben zu schauen Sondern eh einfach zu sein zu schauen, wo es ist gut.
00:11:26: Vielleicht ist es genau das aus diesen Mustern und Bahnen auszubrechen der Vergeltungs-, der Rachsucht, des Hauses auch was eigentlich unmögliches aber doch von dem die Rede ist.
00:11:46: Sehr schwieriges Spannungsfeld, es scheint manchmal so es wäre unsere Die Augenswelt irdische, tatsächliche menschliche Welt voneinander losgelöst.
00:11:59: Und wir müssen aber irgendwie finden ein Weg, dass man das wieder zusammenfügt, damit es ohne zum anderen passt, damit man ganzheitlich zufrieden sein Leben verbringen kann.
00:12:12: Weil's man oft einfach selber ist.
00:12:14: Ja und da helfen auch viele von der Worte oft nicht, sondern das ist eine Erfahrungssache, zu dem man selber finden
00:12:22: muss.
00:12:24: Wir können nicht für andere glauben und wenn wir ihnen noch so viel predigen, sie müssen selber entdecken.
00:12:31: Auch immer muss das selber sein.
00:12:35: In diesem Sinne eine gute Woche bis zum nächsten Sonntag!