00:00:10:
00:00:30: Herzlich willkommen nach einer langen Pause.
00:00:33: Wir sind zurück!
00:00:34: Genau, so lange wie der Sommer dauert hat, hat auch unser Pause dauert und hat das ja ein wenig länger Zeit lassen.
00:00:40: Gott sei Dank ist es noch immer sommerlich warm.
00:00:44: Ja, es ist schon Oktober und wir merken Erntedank ist ein Thema was uns beschäftigt
00:00:52: und
00:00:53: ich hoffe Ihr habt selber vielleicht auch ernten können und den Dank nicht vergessen.
00:01:00: Genau, wir sind mitten in der Trinitatiszeit immer noch die sehr lange ist und diese Trinitatiszeit wird immer gern als festlose Zeit bezeichnet.
00:01:12: Wobei es nicht stimmt weil irgendwie ja jeder Sonntag so ein eigenes Fest für sich ist und so auch da heutige Erntedanksonntag an dem wir das festbegehen?
00:01:23: Ja!
00:01:24: Und das ist etwas, also ich schaue aufs Evangelium was mir sehr viel Freude macht und was sich unglaublich berührend finde.
00:01:33: Es geht um die Geschichte von der selbstwachsenden Saat Was so selbstverständlich ist.
00:01:40: eine Saat kann nicht Ja sie kann natürlich bestrahlt werden.
00:01:45: Sie können was was ich gepflegt werden aber Das Wachstum liegt nicht in unserer Hand.
00:01:52: Warum der Samen überhaupt aufgeht?
00:01:54: Was da alles braucht dazu.
00:01:56: Wer gibt die Initialzündung dazu, das ist sowieso ein Wunder.
00:02:00: Ich denke mir, dass ich selber im Baumarkt fahre oder beim Sparbi und auf Castel & Frühling schon die Samen kaufen für Tomaten, für Gurken, für Alligkeiten.
00:02:08: Das ist einfach in den Sackl drinnen.
00:02:11: Und irgendwann geht es dann auf!
00:02:12: Ja... Es geht auf – oder auch nicht– und das ist immer das Verwunderliche was ja auch das zum Wundern macht.
00:02:20: Es ist nicht selbstverständlich.
00:02:23: Also ich glaube, das ist etwas sehr Wichtiges, dass wir die Erfahrung auch machen, dass manche Saat nicht aufgeht.
00:02:29: Wir haben uns so bemüht – wir sind doch so dahinter gewesen und für unser Denken sind alle Umstände perfekt gewesen.
00:02:38: aber es geht nicht!
00:02:39: Und wir werden demütig zu ein.
00:02:42: nächstes Jahr probiere ich's wieder vielleicht versuche ich es woanders
00:02:47: Genau, man denkt dann in größeren Zyklien plötzlich.
00:02:49: Guck mal, wenn wir selber einen Garten hat auch so für mich zum Beispiel, war er ja auch für uns ein schlechtes Birnenjahr dafür sein Töpfen besser.
00:02:59: Es ist marines nicht viel geworden, zwetschgen sind bei uns auch nicht viel worden.
00:03:03: Das ist ganz unterschiedlich.
00:03:06: Bei uns sind die Zwetschen unglaublich lange und gut immer wieder nachgeworden und vom Baum gefallen.
00:03:15: Der Bauer in dieser Geschichte geht aufs Feld und seht aus, und geht nach Hause und schläft.
00:03:23: Steht wieder auf und er vergisst die Saat!
00:03:25: Und dann heißt es hier... Er weiß nicht wie die Saatt wächst.
00:03:31: Er schickt doch keine Spione hin.
00:03:34: Die heimlich nachschauen ist kein Vorgang im Gang oder so sondern erkehrt aber dezidiert zur Zeit der Ernte zurück handelt.
00:03:48: Also ich denke an die Suchini, wenn man sie übersieht dann sind sie plötzlich so groß geworden dass man sie fast nicht mehr ernten kann.
00:04:00: das ist irgendwie das überraschende an der Natur und wir sehen natürlich dahinter das Gottesgeist in der Schöpfung am Werk ist und das ist auch ein Bild was ich merke wie wichtig mir das ist.
00:04:16: Wir planen und auch im übertragenen Sinne werfen wir ja immer saart aus auf Hoffnung hin, dass etwas wächst.
00:04:26: Aber in vielen Bereichen sehen wir das nicht was gewachsen ist und es wächst trotzdem was und andere ernten vielleicht.
00:04:33: Und in dieser Haltung der Hoffnung zu bleiben, zu sehen und gleichzeitig auch das was wir plötzlich unerwartet empfangen einfach Danke zu sagen ist nicht für selbstverständlich zu nehmen.
00:04:47: Ich denke, da ist irgendwie in unserer Zeit so viel aus dem Ruder geraten.
00:04:51: Viele Menschen haben mit dem Thema Dank nichts am Hut.
00:04:56: Sie erwarten immer nur, sie jammern was nicht passt.
00:05:00: aber wenn wir lernen wieder zu danken vergessen wir vielleicht auch auf das ständig hinzuhacken was nicht passt.
00:05:12: Ich glaube es ist ganz wichtig dass man Nicht nur, weil jetzt ehrnde Dank ist einfach die ganze Zeit das Danken in den Vordergrund rückt.
00:05:25: Sondern dass man das als Grundhaltung des Geistes-Haltungen für sich in sein Leben einplant, einfach eine Dankbarkeit zu verspüren zumindest.
00:05:34: Man muss ja nicht unbedingt programmieren oder man muss ja ständig hervorkehren.
00:05:38: diese Dankbarheit aber gewisse Bescheidenheit oder Demut dieser Dankbarkeitsstimmung glaube ich ist eine ganz wichtige Geschichte.
00:05:48: Weil waren sie plötzlich was Ändert und der Bienenbaum, sag ich jetzt einmal, der seit hundertfünfzig Jahren vertraugt.
00:05:56: Plötzlich Äste verliert, plötzlich Teile davon aussterben, da plötzlich ein Obstbarm eingeht oder irgendwas nicht wird.
00:06:04: Dann steht es dann, denkst du, waah!
00:06:07: Was ist da jetzt passiert?
00:06:08: Warum ist das jetzt
00:06:09: passiert?!
00:06:10: War jedoch die Jahre zuvor etwas dankbarer wegen dafür.
00:06:16: Vielleicht hilft uns ein Gedanke, danken ist nicht nur etwas Sechtliches sondern es ist eine Beziehungssache auch zu den Dingen.
00:06:25: Wir sind im achtehundertsten Todesjahr von Franziskus und was hat Franziskuss so besonders vielleicht ausgezeichnet?
00:06:33: Das bekannteste was wir von ihm wissen natürlich der Sonnengesang und er tritt in Beziehungen mit dem Geschöpflichen die Gegenstände und er redet die Sonne als Bruder an, den Mond als Schwester.
00:06:54: Und spricht sie direkt an?
00:06:56: Vielleicht ist das etwas was ihn besonders auszeichnet, was wir lernen wo eine Qualität drinnen ist, die über das Materielle hinausgeht.
00:07:07: hier begegnet mir Gott durch meine Brudersonne, meine Schwester, Mond.
00:07:14: Bei uns im Deutschen ist es ja umgedreht.
00:07:16: Genau,
00:07:16: mit
00:07:18: dem italienischen Sol und Lunar.
00:07:21: Und das merken wir natürlich.
00:07:23: Das könnten wir hier auch wieder üben dass wir auch die Dinge direkt ansprechen und sagen danke.
00:07:33: Ich glaube also diese Wurzeln dieser Dankbarkeit schon sehr viel Öder sind als des Christentum an sich viel Faszination sowohl für die Gestirne als auch für das Wachsen gewisser Samen.
00:07:49: Einfach natürlich ein vorheriger Tag, wenn es und seht ihr einfach wundervoll ins Christentum integriert hat?
00:07:56: Wir merken ja auch beim Schöpfungsbericht dass der damit ringt, dass die Sterne werden nicht mit Namen genannt sondern an Sterne nur bezeichnet.
00:08:08: sie sind eigentlich Lampen am Himmel für die damalige Vorstellung.
00:08:13: Gleichzeitig ist aber damit so ein bisschen dieser Beziehungseffekt zurückgeschraubt worden.
00:08:19: Früher hat man die Sterne ans Götter angebetet, das tun wir nicht weil wir dem Schöpfer, dem einen Schöpfer vertrauen und sagen durch ihn ist alles geschaffen.
00:08:29: Und gleichzeitig sind aber Sonne, Mond- und Sterne immer wieder Tore zum Göttlichen.
00:08:38: Durch ihn kommt Gott zu uns, doch sie!
00:08:40: Und Wegweiser, wie man bei der Geburt Jesu Christi sehen.
00:08:43: Der Stern am Himmel.
00:08:45: Das Gestirne sind ganz wichtig auch für
00:08:48: uns.
00:08:48: Ja ja ja... und das vergessen wir glaube ich oft, dass uns all diese Dinge geschenkt sind um zum Gegenüberwerden und als Tore zum göttlichen dienen.
00:09:06: Zum einen, wer uns geschaffen hat!
00:09:10: Das englische Wort Gift ist ja ganz interessant, weil das Geschenk bedeutet und Gift ist verwandt mit dem Wort Gift was wiederum gegeben hast.
00:09:18: Also es ist uns gegeben dass wir das alles haben und das ist ja ein wunderbares auch, wo man über die Sprache hinkommt.
00:09:29: Darum am Erntedank schauen wir hin und deswegen auch die Gaben, die am Altar liegen um die gewachsen sind wo wir eigentlich dieses Unerwartete auch wieder merken, es ist doch was gewachsen und dass wir nicht bei dem Hängen bleiben, das nicht gewachsen ist.
00:09:51: Das passiert hier laufend aber wir schauen auf das, was uns gegeben ist.
00:09:59: So das wünsche ich uns allen!
00:10:02: Es gibt eine Geschichte die erzähle ich vielleicht zum Abschluss noch.
00:10:08: Ein Professor oder ein Lehrer gibt seinen Schülern einen weißen Blatt mit einem schwarzen Punkt drauf und die sollen beschreiben, was sie sehen.
00:10:18: Und alle Schüler durchwegs beschreiben den schwarze Punkt und nachher fragt er sich das ganze große weiße Blatt habt ihr nicht beschrieben?
00:10:29: Warum den schwarzten Punkt?
00:10:31: Erst dann merken Sie da ist ja so viel.
00:10:36: aber wir sehen es oft nicht und das ist vielleicht ein Bild für uns dass wir an dem Haar in der Suppe hängen bleiben, aber die gute Suppe nicht schmecken können.
00:10:48: Das bedeutet den Blick zu Ende und danken hat mit Denken zu tun und wir wollen danken für das was heute uns hier geschenkt wird.
00:11:00: mehr braucht es nicht.
00:11:05: In diesem Sinne eine gute Woche bis zum nächsten Mal.