Evangelische Impulse Hallstatt-Obertraun

Evangelische Impulse Hallstatt-Obertraun

Transkript

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00:00:10:

00:00:29: Ja, herzlich willkommen wieder zu unserem E-Puls.

00:00:33: Heute ist der achte Sonntag nach Trinitatis.

00:00:35: Wir sind letztes Mal sehr intensiv mit der Apostolgeschichte fortgesetzt und da war das Thema Samarien.

00:00:45: Philippus als einer der Zeugen, die er den Glauben dort verbreitet mit seinen Mitstreitern.

00:00:52: Samarion liegt im Norden von Judea Und im gleichen Kapitel haben wir noch eine Geschichte, die nach Süden weist.

00:01:01: Ein Königlicher Beamter aus Äthiopien ist unser Protagonist.

00:01:08: Aber Äthiotin ist ja weit, weit weg!

00:01:14: Ursprünglich hieß es das Land Cush – die schwarzen Afrika und wir merken hier von Europa ist überhaupt nicht die Rede in der Bosse-Geschichte.

00:01:25: Hier gibt es eine ganz alte Verbindung, ein Königlicher Beamter reist aus Ostafrika nach Jerusalem.

00:01:35: Was hat denn der da verloren?

00:01:38: Blenden wir zurück, tausend Jahre früher, Königsalomo hatte schon Verbindungen in diese unglaublich weit entfernte Gegend, weitausen Kilometer mindestens wenn nicht weiter und hat auch Frauen von dort heraufgebracht.

00:01:55: Und gleichzeitig ist Äthiopien auch immer ein Refugium gewesen für Juden, die verfolgt wurden.

00:02:03: Wo auch Menschen hinausgewandert sind also sehr weit.

00:02:06: und der jüdische Glaube hatte sich schon lange lange lange bevor in Europa irgendwas los war schon in Idiopien auch festgesetzt.

00:02:15: Das heißt, wer rennt davon von einer toleranten afrikanischen Gesellschaft vor dreitausend Jahren?

00:02:20: Das muss man sich heute mal einbieten.

00:02:22: Also das ist

00:02:23: eine unglaublich sparlante Kultur!

00:02:26: Der Glaube ist dort und dieser königliche Beamte am Hof der Königin Kandake erfährt nach Jerusalem um eine Schriftrolle zu erwerben.

00:02:40: Das sagt alles aus... Dort ist das Zentrum Dort sehen selbst dreitausend Kilometer entfernt, die Menschen schon hier ist etwas Besonderes was wir brauchen.

00:02:51: Aber er kauft diese Schriftrolle auch und dann sitzt er in seinem Wagen und fährt wieder nach Hause.

00:02:58: Jetzt ist er noch nicht weit gekommen.

00:02:59: bei Astot das ist Süden von heute Israel auch noch bekannter Ort kommt plötzlich dieser Wagen daher Und auch unser Philippus von dem wir schon gehört haben ist dort plötzlich unterwegs.

00:03:17: Der heilige Geist hat ihn dort hingeschickt, wir da hinkommen, wissen wir nicht und er spürt ... Er soll einmal an diesen Wagen klopfen und fragen, hört das dieser Beamte dort laut liest aus der Rolle des Jesaja?

00:03:34: Und er fragt hin, verstehst du eigentlich was du liest?

00:03:38: Er versteht es nicht!

00:03:42: für sich sprechen lassen und sagt, wenn mir es keiner erklärt.

00:03:46: Wie soll ich's denn wissen?

00:03:47: Und das ist natürlich der Türöffner für das Evangelium, sag' ich ja mal – für Afrika!

00:03:54: Hier wird jetzt Philippus gebeten bitte erklären wir das.

00:03:59: Also Rückblende in ein paar hundert Jahre vor unserer jetzigen Zeit diese ganzen Missionsbewegungen unter Anführungszeichen oder auch tatsächlich stattgefundenen.

00:04:09: Das sind keine neue Erfindungen, darum wird es gesagt.

00:04:12: Anführungszeichen sondern der Grundstein wurde schon in den Anfangszeiten gelegt wie wir hier aus dem Text, der ja durchaus historisch von ihr das erkennen können?

00:04:23: Wenn man dann heute in die ideopische Gesellschaft so ein bisschen reinschaut dort ist auch nicht die Trennung so groß zwischen Juden und Christen, sondern die einen sind Orthodox, die anderen sind Juden Und viele haben Elemente von den Andern übernommen.

00:04:38: Und es ist eine gemeinsame Geschichte, eine uralte Geschichte.

00:04:41: Selbst der letzte Kaiser verstand sich als Nachfolger des Königs Alamos – drei tausend Jahre so mehr.

00:04:49: nichts dir nicht einfach!

00:04:52: Wir merken wie interessant das ist und Äthiopien kommt dem sehr früh in der Apostelgeschichte vor.

00:05:00: jetzt aber dass Evangelium wird ihm verkündigt den Beamten Wie er das hört, der versteht.

00:05:09: Als ich sage, er hat Reihenfünfzig, was er dort über Jesus, über das Lamm oder das Opfer hört und Philippus deutet es.

00:05:21: Und dann sagt er Beamte, was hinderts mich?

00:05:23: Dass ich mich taufen lasse.

00:05:25: Hier ist Wasser sogar gar nichts!

00:05:28: Und hier im Unterschied zu den Samaritern passiert es auch dass er getauft wird und den heiligen Geist empfängt.

00:05:36: Er ist praktisch der erste Brute, der dann erzog seine Straße fröhlich und Philippus.

00:05:42: Es wird entdrückt woanders hin vom Heiligen Geist wie auch immer aber das macht gar nichts.

00:05:48: dieser Mann hat das Evangelium jetzt ganz die Gabe des Geistes und verbreitet den Glauben in seiner Heimat

00:05:56: finde ich ein schön Gedanken dass es nicht aufgezwungen wird missioniert wird, wie wir es heil verstehen in Verbindung mit Sklavenhandeln.

00:06:06: Mit Ausbeutung, was war sie?

00:06:09: Was für ein Gewalt!

00:06:11: Wie man sehr oft über Befreiungsteologie kehrt hat und solche Dinge... Das ist ganz eine andere Geschichte wenn wir davon Mission reden oder das ist abgeholt worden.

00:06:22: Sorgt uns dieser Text.

00:06:23: Ein schönes Beispiel.

00:06:24: Danke für den Hinweis dass nämlich hier eigentlich nur jemand der Philippus dem Erklärt hat und er nimmt's mit.

00:06:37: Und entfaltet es ganz frei auf seine Weise, wie in der Heilige Geist wird.

00:06:42: Das heißt nicht wir Menschen sind es die etwas einhemmern müssen irgendwelche lehren sondern Wir verkünden es unter heiliger geistert sein werk.

00:06:53: Ich war vor einigen wochen auf eine fortbildung für lektoren.

00:06:58: ja

00:06:58: und wir haben waren sehr viele über zwanzig Teilnehmer.

00:07:02: Jeder musste eine Predigt zu einem vorgegebenen Bibeltext, zu einem Predigtext gestalten und manche Texte sind doppelt und dreifach ausgewählt worden bzw zugeteilt worden Und man kann sich gar nicht vorstellen wie unterschiedlich die Auslegung der jeweiligen Lektoren war.

00:07:23: Es gibt keine Richtig- und keine Falsch.

00:07:25: Es gibt auch unterschiedliche Herangehensweise.

00:07:30: Es war so schön zu sehen, dass im Endeffekt immer eine gute Botschaft dann da war.

00:07:36: Da man hat es in die Richtung gemacht und der andere in diese Richtung und er trägt jetzt vollkommen anders gesehen die Geschichte.

00:07:41: Erstaunlich!

00:07:42: Aber es ist immer die Message immer gekommen, dass das was Tröstliches ist, dass es einen Sinn hat, dass man sich als Scherzel für sich selber oberschneiden kann.

00:07:49: Ja, richtig schön.

00:07:50: also du wirst das wahrscheinlich auch sehen.

00:07:52: Du hast viele Predigtexte doppelt, dreifach, zehnfach vorgetragen und das ist immer anders worden wahrscheinlich.

00:07:59: Jeden Zyklus in dem man sich

00:08:01: verfindet.

00:08:02: So ist es.

00:08:03: mich berührt natürlich auch persönlich diese Geschichte hier Idiopen meine Schwiegertochter als Idioperin Und wir haben uns auch über manches unterhalten wie sie es einfach erlebt und sieht was den Glauben angeht Das jüdische Erbel was er in sich trägt aber auch das christliche Erbel.

00:08:23: verstaunlich und so vielseitig.

00:08:26: Und es weist auch auf eine umfassbare Offenheit hin der damaligen Zeit, die uns eigentlich schon ein wenig verloren gegangen ist, gell?

00:08:34: Weil man hat die gleiche Hautfarbe,

00:08:37: den gleichen

00:08:37: Nachnamen, was war sie, wir haben die gleiches Sprache und nur uns ist das zumutbar, dass wir evangelische Christen jetzt gar nicht gut sind oder was auch immer von mir aus mit den Deutschen aber die Schweden sind schon anders wie mich.

00:08:49: Das ist alles... Da ist sogar die Hautfarbe andere.

00:08:54: Und trotzdem sehen sie sich als jüdisches Erbe,

00:08:58: was

00:08:58: total schön ist.

00:09:00: Natürlich in der neueren Geschichte hat Afrika Koloniesation erlebt wo man sämtliche Kulturen eigentlich ja auch unterdrückt und erjocht hat.

00:09:13: In Tjopin ist das einzige Land in Afrika von forty-six Staaten dass nicht wirklich kolonialisiert wurde, wo die alte Tradition eigentlich umgebrochen weiterlebt ist, kam natürlich später in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts große Veränderungen wo auch altes verkrustet ist dann irgendwann endlich aufgebrochen wurde.

00:09:33: Sie haben auch heute große Probleme untereinander die Stimme und aber wir merken trotzdem es ist ein unglaublich reichhaltiges kulturelles Erbe.

00:09:44: Wie würdest du jetzt für dich ganz kurz zusammengefasst vielleicht den Unterschied zwischen Äthiopien?

00:09:52: Gibt es da für die einen spirituellen Unterschied?

00:09:55: Nicht, weil es andere Menschen sind und was dort gewachsen

00:09:59: ist.

00:10:00: Ja natürlich, Rwanda hat Koloniesation erlebt und das ist viel einfacher, viel gerade gestrickt.

00:10:10: Aber Idiopin ist dermassen vielseitig!

00:10:16: Von dem wir auch nichts wissen, wo natürlich die Medien nichts berichten.

00:10:20: Man könnte sich vertiefen.

00:10:21: alleine schon Die Sprache, die Schrift ist sehr archaisch und fifty-fünfzig Buchstaben Und wir verstehen es einfach nicht.

00:10:31: Also sowieso andere Kulturen, die andere Schriftzeichen verwenden sind noch einmal ein Geheimnis für sich.

00:10:39: Ja und wenn man heute Kulturkenner lernt dann muss man eigentlich den Weg dieses Beamten gehen Vielleicht heute umgekehrt, um allein wie Ethiopin kennenzulernen mit all seinen Feinheiten.

00:10:50: So wer sich für sowas interessiert wird vielleicht trotz der Digitalisierung den Weg antreten müssen

00:10:57: und

00:10:58: sieht es vorwärts dann schon so wie es der gemacht

00:11:00: hat.

00:11:00: Ja ja ja unglaublich schön!

00:11:05: Wie vielfältig unsere Welt ist und was es noch für Schwätze zu entdecken gibt.

00:11:10: Lieber nicht über das Internet einfach schnell schnell googeln können, sondern wo man sich auf den Weg machen muss.

00:11:19: In diesem Sinne macht es euch auf dem Weg zu den Menschen die euch begegnen alles Gute!