Evangelische Impulse Hallstatt-Obertraun

Evangelische Impulse Hallstatt-Obertraun

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:10: Herzlich willkommen zu unserem heutigen Impuls.

00:00:33: Wir sind mitten in der Apostelgeschichte gelandet und verfasst oder zugeschrieben wird sie dem Lukas, der auch das Lukas Evangelium geschrieben haben soll – ich formuliere es einfach einmal so – und ich habe erlesen in einem sehr schlauen Buch dass sie sich hier um zwei Schriftrollen gehandelt haben, so wie aus Papyrus die über neun Meter Länge zusammengehabt haben.

00:01:00: Also das muss schon ein ziemlich wichtiger Auftrag gewesen sein oder ein wichtiger Finanzier gewesen sein der es überhaupt ermöglicht hat, das Ganze niederzuschreiben.

00:01:10: Hochspannend ja solche Details auch zu erfahren!

00:01:17: Das lukanische Doppelwerk von dem man auch als Fachterminuss spricht ist ein wesentlicher Bestandteil.

00:01:25: Dazwischen steht jetzt in unserer Reihenfolge das Johannes Evangelium, aber es hat damit zu tun dass man die vier Evangelien den Kanon zunächst einmal zusammengefügt hat und später ist dann diese zweite Rolle des Lukas hinzugekommen.

00:01:43: Ich bin schon sehr lange in der Gottesdienstarbeit, also sehr lang und anführungszeichen einige Jahre in der Tätig und mir ist schon aufgefallen, also die Apostelgeschichte ist so ein bisschen Stiefkind.

00:01:55: Also eine Handvoll Sonntageboot auch vielleicht ein bissel was drinnen ist ein kleines Teilchen.

00:02:00: Ein kleines Zitat zwei drei Werser dann nehmen wir da ausser aber die wird ein bisschen stiefmütterlich behandelt oder mit ihr wie zu umgegangen.

00:02:09: warum das so ist weiß ich nicht weil es steckt extrem viel drin denn auch ein Fundament.

00:02:15: absolut

00:02:16: ja Ist so einfach so,

00:02:18: gell?

00:02:18: Ja.

00:02:19: Darum werden wir uns damit weiter noch beschäftigen.

00:02:22: Genau!

00:02:23: Entstanden ist das anscheinend alles.

00:02:26: ca.

00:02:26: Achtzig nach Christus kann man das so... Das

00:02:29: Lukas Evangelium sicher ich würde die Apostelgeschichte auch etwas später noch datieren wahrscheinlich ja.

00:02:40: heute schauen wir weiter was noch so passiert in der Urgemeinde So ganz alltäglich, Petrus und Johannes sind auf dem Weg zum Tempel.

00:02:53: Und da sitzt natürlich wieder jemand mal der Bettelt, armer.

00:03:00: Sind jetzt Petrus die Reichen?

00:03:02: Johannes und Petrus, die reichen schon... ...die ja das Geld verwalten, die auch Almosen geben können.

00:03:09: Jetzt sind sie aber nicht!

00:03:11: Sie haben vielleicht schon alles verteilt.

00:03:13: Wir haben kein Geld.

00:03:15: Aber sie sagen ihm jetzt du.... Es kommt nicht darauf an, dass du jetzt wieder Geld kriegst in Almosen hast.

00:03:21: Das ist äußerlich.

00:03:22: das hilft dir vielleicht ein Tag, zwei Tage, daß du zu essen hast.

00:03:27: Silber und Gold habe ich nicht!

00:03:28: Aber was?

00:03:29: Ich hab' das Geh mich dir!

00:03:31: Da is jetzt der entscheidende Punkt.

00:03:34: Verwechsel bitte nicht die Gemeinde... ...die junge Gemeinde mit denen, die jetzt eben das Geld geben, Kitas spielen.

00:03:41: Sondern was wir haben, das geben wir dir Nämlich den Spirit, den Geist.

00:03:49: Und jetzt wird spannend, sage dir, steh auf und geh in dein Bett.

00:03:56: Und geh, hatte Jesus schon gesagt!

00:03:59: Das heißt haben die Jünger tatsächlich die gleiche Kraft wie Jesus?

00:04:04: Oder sind die Wunder nicht mehr so effektiv wie unter Jesus?

00:04:08: Doch... Und anscheinend macht dieser Mann der Erfahrung dass seine Knöchel stark werden und er aufstehen kann.

00:04:18: Vielleicht hat er Mut bekommen an Antrieb von vielleicht rhetorisch schlauen Menschen, die für ihre Botschaft gebrannt haben.

00:04:32: Ja wir können es noch äußerlich beschreiben aber wir können den eigentlichen das eigentliche nicht erfassen nicht beschreiben nicht in Worte fassen aber ist gelingt.

00:04:43: sie helfen ihm vielleicht hoch an den Händen und probiert doch mal stehen Und das ist ja auch etwas viel tieferes.

00:04:51: Es geht nicht nur um die äußere Heilung, dass Sie wiedergehen können sondern stelle dich als Mensch auf Deine eigenen Füße.

00:04:58: Gott mach Dich fähig dazu!

00:05:02: Wenn ein Obdachloser vor dem Tempel sitzt wie oft wird der zu anderen Menschen Körperkontakt gehabt haben?

00:05:09: Quasi nie vielleicht Jahre nicht.

00:05:11: Vielleicht hat er die oder einzige Körperkondakte und vielleicht ein Dritt gewesen sein.

00:05:17: Also laut diese Menschen würde wieder zu ihr erlangen, dass jemand es überhaupt ihr widmet.

00:05:24: Ist vielleicht für diese Person schon auch wundergewöhnlich?

00:05:26: Ja

00:05:27: vor allen Dingen ist es doch vorher ein kleines Detail hier beschrieben.

00:05:32: Er bat um eine Gave und Petrus und Johannes blickten ihn an.

00:05:37: Petru sagte sie uns an Und dann der Gelehmte sah zu ihnen auf.

00:05:44: also das war wohl auch die Demut oder die Depression oder was, dass man eigentlich gar nicht jemanden angeschaut hat der dort am Boden sitzt.

00:05:55: Der auch nicht aufschaut.

00:05:56: aber das ist eigentlich der Beginn der Kontaktaufnahme.

00:06:01: Sie uns an und der schaut verwundert drauf Ja kriege ich jetzt was?

00:06:10: Also da ist Würde ins Spiel gekommen.

00:06:11: Da

00:06:12: ist Würden im Spiel gekommen ja.

00:06:15: Das ist eigentlich das mit dem Ansehen beginnt jemandem auf gleiche Höhe zu bringen.

00:06:22: Er griff ihre Hand und zog ihn hoch, also auch dieses Engelemten, den man ja normalerweise in der damaligen Vorstellung ganz unrein betrachtet erst einmal berührt und dann noch die Dreistigkeit dem kranken Mann auf seine Füße zu

00:06:37: stellen.".

00:06:40: oftmals wirklich kranke Menschen, aussätzige Menschen.

00:06:45: Die nicht bewusst oder die nicht umsonst dort gesessen sind.

00:06:48: Also der hat ja Gründe dafür gegeben und da hat man sie natürlich auch nicht beschmutzt unter Anführungszeichen.

00:06:56: Sieht so noch zu berühren.

00:06:58: also das haben wir ja gelernt.

00:07:00: damit ist es nicht gut.

00:07:03: Dann Petrus fasste den Mann bei der rechten Hand und zog ihn hoch und im selben Augenblick kam Kraft in seine Füße und Gelenke.

00:07:13: mit einem Sprung war er auf den Beinen, machte ein paar Schritte.

00:07:19: Eigentlich unglaublich was hier dann beschrieben wird und was selbstverständlich ist.

00:07:25: wo geht der denn hin?

00:07:27: Er folgt Petrus und Johannes in den Tempel so wird er ja dort liefer umher sprang vor Freude und lobte Gott heißt es also er wird hier zum lebendigen Zeugnis.

00:07:42: Jeder kennt ihn und die Leute schauen verwundert, dass doch der da draußen gesessen hat.

00:07:48: Vor allen Dingen in den Tempel luft er gar nicht rein, sitzt vor dem Tempel oder unrein.

00:07:52: Das ist ja da drinnen!

00:07:54: Der scherz sich auch nicht einmal mehr um die Regeln, das er ein Gelehmte ist sondern alleine die Tatsache es hat ihn jemand angeblickt, es hat ihm jemand ergriffen... ...und ihm Kraft gegeben.

00:08:08: Das is' des was hier so faszinierend ist.

00:08:12: Was natürlich sicher rum spricht Das ist die Tagesmeldung schlechthin.

00:08:17: Der Bettler, der jeden Tag sitzt plötzlich kein Bettler mehr sondern er sprengt und sinkt und lobt Gott!

00:08:25: Also hier... Die Gemeinde hat ein unglaubliches Renommee aufgebaut nicht um sich jetzt da irgendwas zu verdienen oder so aber das passiert automatisch

00:08:40: Und die Intention war sicher nicht, die Community zu stärken oder zu expandieren oder sonst irgendwas sondern einfach nur das zu tun was ja auch ins Herz gelegt wurde.

00:08:51: Das tröstet mich auch insofern wir versuchen immer Kirche zu bauen und was weiß ich alles was wir tun müssten um besseren ertrag in Anführungsstriche oder mehr Menschen in die kirche zu bringen.

00:09:08: so heißt es aber dass Können wir gar nicht.

00:09:12: Das kann nur der Geist Gottes.

00:09:14: Ja, man muss bedenken, dass damals die Kirche Ehe aus Hauskreisen bestanden hat und nicht Hauskreise Teil der Kirche waren sondern die Kirch war da keine Kreis, der Hauskreis, wo Leid diese Truffen haben.

00:09:30: natürlich waren es mehrere Tausend aber im kleinen, täglichen Leben waren es kleine Gruppen von Menschen, die das gelebt haben.

00:09:38: die sind gewachsen, aber sie sind auch wieder gestorben.

00:09:40: Sag ich mal diese Kreise!

00:09:42: Die haben ihre Zeit gehabt und dann war was anderes dran.

00:09:46: Der Geist Gottes weht wo er will.

00:09:49: Aber wir hören seine Brausen, seine Stimme wie es heißt, aber wissen nicht woher kommt und wohin er geht.

00:09:57: Und das ist eigentlich enorm trostreich für unseren Glauben dass wir nicht die Kirche bauen können sondern Sie wird uns geschenkt.

00:10:10: Es gabe Gottes die Gemeinschaft und wenn wir unsere Mauern, unsere Hürden abbauen dann kommen plötzlich Menschen, die mir nie erwartet hätten.

00:10:24: Nimmt auch ein bisschen Druck aus, oder?

00:10:26: Ja, ja.

00:10:28: Also das sage ich mir immer wieder es ist der Herr, der die Kirche baut nicht mehr.

00:10:35: Das wollen wir uns aber jetzt natürlich nicht von bemühen

00:10:39: abbringen

00:10:42: Kirche zu leben oder aktiv für ihren Aufbau zu sorgen, aber gewisse Dinge kann man nicht beeinflussen und kann auch nicht erkämpfen.

00:10:51: Wir müssen ergänzen!

00:10:53: Er baut sie durch uns – doch unsere Gaben, doch unsere Fähigkeiten.

00:10:57: Aber wir müssen sie auch zur Verfügung stellen.

00:10:59: Und dass es dann wieder die Wechsel wirkommt, das war eigentlich durch den Geist Gottes auch uns trauen, dass wir unsere Gabem einsetzen.

00:11:06: Das ist ja das Problem.

00:11:07: viele Menschen könnten unglaublich was tun, beschäftigt mit ihren Gedanken und Aufgaben.

00:11:16: Und Kirche kommt gar nicht mehr vor, weil sie könnten dem Geist Gottes folgen.

00:11:23: Diese Erkenntnis wünsche ich uns allen.

00:11:28: in diesem Sinne eine gute Woche!