Evangelische Impulse Hallstatt-Obertraun

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00:00:10:

00:00:29: Herzlich willkommen und ein gesegnetes Pfingstfest wünschen wir euch.

00:00:34: Es ist heute der Tag, wo in vielen Gemeinden die Konformation ist.

00:00:40: Und die Konformation ist natürlich mit der Segenshandlung verbunden eng dass der Geist Gottes ausgegossen wird auch über junge Menschen, auch über alte Menschen.

00:00:52: es können noch alte konfirmiert werden Das ist uns noch nicht bewusst.

00:00:56: Also hier haben wir eigentlich eine Mischung aus traditionellem Fest und aus den Anfängen, was bedeutet Pfingsten nun eigentlich?

00:01:07: Was ist historisch gesehen eigentlich passiert?

00:01:10: Jesus hatte lange Zeit fünfzig Tage lang verabschiedet, kann man sagen oder?

00:01:19: Ich würde sagen das es auch ein wunderschönes Konstrukt diese fünfzig tage Die sind natürlich eingepasst in eine Struktur, die das Kirchenjahr vorgibt.

00:01:32: Aber die ist auch nicht von ungefähr nur gewesen sondern eigentlich waren es ja die sieben Wochen, die zwischen dem jüdischen Passerfest und dem Wochenfest waren wo eigentlich genau hier in diesen Tagen man bewusst die Auferstehung wahrgenommen hat und jetzt das kommendes Geistes noch einmal in einem eigenen Fest feiert.

00:01:56: Man sagt auch Pfingsten ist der Geburtstag oder die Geburtsstunde der Kirche?

00:02:02: Weil dann ja erst die ersten Gemeinden entstehen, die lokalen Gemeinden und sie dann alles ausbreitet.

00:02:09: Aber das werden wir ja hernehmen mit den nächsten Impulsen in der Apostelgeschichte, mit dem wir uns vorhaben etwas näher zu beschäftigen.

00:02:18: Ja da haben wir vor wie war denn das alles am Anfang Und auch diese Zeit jetzt, die wir bewusst auch wahrgenommen haben.

00:02:28: Wie kommt es denn soweit?

00:02:29: Was ist denn überhaupt die Auskissung des Geistes?

00:02:34: Wir haben am letzten Sonntag einen Gottesdienst gehalten und da habe

00:02:38: ich

00:02:39: vorgeließen aus dem Evangelium und da hat Jesus gesagt er sendet seinen Jüngern den Heiligen Geist Damit es nicht erläutert wird etwas kommen und ich habe das dann mit einem Schreibwerkzeug Gottes verglichen.

00:02:53: Ich habe gesagt, dass der heilige Geist vielleicht das Schreibwerkszeug Gottes sein könnte, dass die Botschaft Jesu Christ in unser Herz hinein schreibt, hinein legt.

00:03:03: So kann man sich das vielleicht verbildlich etwas vorstellen, haben wir gedacht.

00:03:06: Das war ein Vergleich, den ich herangezogen habe.

00:03:10: Genau der Ansatz, dass eben nicht die Schrift das eigentliche ist, sondern was der heilige Geist ins Herz schreibt.

00:03:18: Die Schrift hilft uns!

00:03:20: Das Wort Gottes aber wir nennen es ja auch das Wort Gottes, dass lebendig ist und durch den Geist sich verwirklicht.

00:03:28: Wenn wir jetzt den Ort Jerusalem im Jahre ungefähr dreißig nach Christus jetzt historisch mal in den Blick nehmen... Was war da los?

00:03:41: Es wird erzählt die Jünger und die Anhänger von Jesus eigentlich bis dahin eine sehr zurückgezogene, eingeschüchterte Gemeinschaft gebildet haben.

00:03:53: Die aber nicht noch draußen gegangen sind.

00:03:55: Und jetzt plötzlich erleben sie nach Apostelgeschichte zwei in Sausen ein Brennen etwas was Sie befreit also eine innere Verwandlung, die ansteckend ist die sie plötzlich aus ihrer zurückgezogenheit herausruft und auf die Straße gehen lässt.

00:04:16: Und dann wird erzählt, dass Sie in Sprachen gesprochen haben.

00:04:21: Die Menschen, die dort auf der Strasse waren, haben Sie alle gehört?

00:04:24: In Ihrer eigenen ursprünglichen Herkunftssprache.

00:04:29: Wie das eigentlich möglich ist – man muss sich das ja vorstellen!

00:04:31: Es sind ungebildete Menschen gewesen, die reden plötzlich in fremden Sprachen.

00:04:37: oder es hiermit gemeint dass dieses Entsprachenreden vielmehr bedeutet, die völlig fremden Menschen haben gespürt.

00:04:47: Verstanden was sie sagen und das ging ihnen vor allem ins Herz

00:04:54: Es ist die Botschaft angekommen kann man sagen Ja es haben ja auch die Jünger Wunder getan Und vielleicht ist dies auch eines dieser Wunder Dass sich so verständigen Kinder haben.

00:05:08: Auf alle Fälle Vor allen Dingen Wenn ich noch mal zurückblende im Johannes Evangelium, auch das Evangelium was heute gelesen wird.

00:05:16: Johannes XIV wo eigentlich die Liebe des Entscheidendes ist, die man spürt.

00:05:24: wahrscheinlich Die Liebe ist das Erkennungsmerkmal und bei Johannes heißt es wenn ihr mich liebt werdet ihr meine Gebote befolgen.

00:05:33: nicht weil Gott das sagt sondern wenn er mich lieb sind sehr entscheidende Veränderung.

00:05:40: Die Liebe ist die Kraft und diese Liebe ist nur möglich durch das Wirken des Geistes, der unsichtbar plötzlich die Menschen erfasst und zu den anderen hintreibt.

00:05:54: Es ist ja ein krass Unterschied eigentlich zum althergebrachten Judentum wo es sehr viele Gebote, sehr viele Gesetze und wo das Befolgen auch geahndet worden ist also wo er kontrolliert worden ist, lebt er wirklich nach den Geboten die wir bekommen haben, ja?

00:06:11: Und genau dieses Thema wird uns auch in den nächsten Wochen noch beschäftigen.

00:06:16: Die junge Gemeinde wird immer von der Liebe getrieben und erntet sogar Anfeindungen, Hass- und Einschüchterungen weil natürlich die Liebe auch als hergebrachte Fixerwartung und Sitten sprengt.

00:06:33: Also das ist der Urkonflikt der Gemeinde mit der Umgebung.

00:06:38: Sie sind so erfüllt und erfasst von diesem Geist Gottes der Liebe, der Ihnen ins Herz geschrieben ist.

00:06:47: Und sie befolgen die Gebote nicht mehr weil man es von außen erwartet sondern also aus Überzeugung nicht nur sondern einfach getrieben werden.

00:06:59: Das Entscheidende was auch immer wieder betont wird, man sieht plötzlich wie es gehen kann wie hier zwei Seiten zusammenkommen, dieses intuitive Emotionale auch mit dem rationalen Gesetzlichen.

00:07:14: Dass man nicht von außen etwas machen kann sondern muss von innen kommen.

00:07:20: und ich kann mir durchaus vorstellen oder erlebe es auch immer wieder das macht Menschen nervös die eigentlich nicht nur an äußere Gebote halten bei denen damit obwohl sie sich sehr bemühen ist es geschafft, die keinen Zugang haben zu ihren inneren Ressourcen.

00:07:38: So der Quelle, der Kraft ja, die eigentlich diese Polarität auch ausdrückt.

00:07:45: Wir sind mehr als nur das Äußere.

00:07:48: Auch die Gewissheit dass in uns sehr viel Kraft steckt?

00:07:52: Das Potenzial ist man vielleicht gar nicht nutzen weil wir uns zu serfs Außen konzentrieren.

00:07:57: Ja

00:07:58: genau

00:07:59: anstatt jetzt aus die eigene Intuition die Stimme Innerlich zu hören und ihr zu folgen halten wir uns viel zu stark an Normen, Regeln und Gesetze weil es ja auch bequemer ist.

00:08:15: Ich merke das oft selber.

00:08:16: auch in der Kindererziehung sieht man das auch.

00:08:19: oder wie jeder der Kinder hat oder mit Kindern arbeitet Sorgt sehr oft in Situationen, da quasi Unteranführungszeichen Machtlosigkeit.

00:08:27: Weil das so ist?

00:08:28: Weil das jetzt zog?

00:08:29: Weil es jetzt so gesetzt ist, weil das so kehrt... Also es ist ja einfach dann mit einem Problem umzugehen und sagen die sieht's jetzt so aus.

00:08:39: So man stützt sie da aus der innerlichen Verantwortung ein bisschen und raus hat die Kinder zwänig gespielt und sich selber auch.

00:08:45: Aber es ist halt manchmal bequem und auch manchmal notwendig, muss man dazu sein.

00:08:51: Aber genau dieser Gegensatz spielt in der ersten Fingsgeschichte dann eine große Rolle, weil jeder sich wundert was sind das für Menschen?

00:09:00: Die tun Dinge die man eigentlich nicht tut aber die sind gut.

00:09:05: Man kann ja gar nicht best sein dafür.

00:09:07: So ist es!

00:09:08: Sie verändern etwas sie gehen aufeinander zu und haben die kein Schamgefühl so ungefähr man unterstellt ihnen auch.

00:09:16: Das heißt dann sogar im Text die sind besoffen Die haben zu viel getrunken, sonst würden sie nicht so leichtfertig miteinander jetzt da vor Freude sprühen, fröhlich sein und vielleicht auch tanzen und singen oder sonst was.

00:09:30: Und das macht natürlich bei manchen böses Blut.

00:09:34: Jetzt allerdings die Vermittlung dieser zwei Gegensätze tritt Petrus an mit der Predigt des Petrus.

00:09:41: Ein erster Satz ist Nein nein!

00:09:43: Die Leute hier sind nicht betrunken sondern Sie haben etwas erlebt.

00:09:48: Und jetzt kommt der Hinweis, der Auferstandene Christus ist Ihnen begegnet und der Geist den Jesus verheißen hat.

00:09:56: Der ist jetzt in uns hineingefahren!

00:09:59: Wir sind von dem erfüllt und wir können gar nicht anders.

00:10:02: Beseelt Kind war so ein

00:10:03: Volker.

00:10:04: Ja und es kommen ... Das hören die Menschen und spüren das ist Wahrheit.

00:10:13: Das ist nicht nur Wahrheit sondern Erfüllung, Leben.

00:10:18: Und durch die Predigt des Petrus kommen drei Tausend an einem Tag zum Glauben auf, das wollen wir auch.

00:10:26: Man sagt sie kamen zum Glauben Sie lassen sich einfach darauf ein und feiern mit und erst dann formt sich so etwas wie eine erste Gemeinschaft, eine Gemeinde.

00:10:37: also ich denke mir auch die paar Jünger die Jesus gehabt hat sind ja völlig überfordert wird diesen Mengen die jetzt zu integrieren sind an Gaben, auch wenn nicht der heilige Kreis die zusammenführt.

00:10:50: Und vor allem in Wasser immer das integrieren weil man hat ja noch keine fertige Lehre jetzt kommen.

00:10:54: Gar nicht.

00:10:54: Man hört ja was im Herzen getragen wo man gewusst wird.

00:10:57: okay das ist jetzt richtig aber es ist ein bisschen fundamentlos sogar vielleicht gewesen weil selber als jüdisch gläubige Menschen aufgewachsen sind natürlich eher ein erjüdisches Leben weitergelebt haben.

00:11:10: also selbstverständlich Und was auch gut war für sie, weil sie in einer Basis geboten haben.

00:11:15: Jetzt misst ihr uns dort Teile davon über den Haufen werfen?

00:11:19: Aber Sie tun es nicht!

00:11:20: Sie greifen zurück und jetzt merkt man ganz klar das sind Juden.

00:11:25: Dieses Wochenfest, was man feiert ist ja eigentlich das feste Heiligen Schrift.

00:11:31: Und Sie greiffen zurück auf Ihre heilige Schrift die für uns heute noch nicht das neue Testament umfasst sondern die Bibel des alten Testamentes oder das Ersten Bundes.

00:11:42: Und selbstverständlich liest man diese Texte und bezieht sie, versteht sie neu mit Deutung auf

00:11:49: Christus.".

00:11:49: Und da sind auch die ersten Predigten in der Apostelgeschichte jetzt erzählt werden.

00:11:56: Petrus beziehlt sich auf das erste Testament.

00:12:02: Auch später noch einmal – die zweite Predigt von ihm, die dann Kapitel später beschrieben wird, immer wieder deutet er das Geschehen aufgrund der heiligen Schrift.

00:12:12: Und das ist eigentlich das, wo man auch da nichts gegen einwenden kann?

00:12:17: Was auch gut ist und ich glaube mal... Man könnte vielleicht so formulieren dass man sagt, man nimmt das Göttliche anders wahr.

00:12:23: Man sieht es aus einem anderen Blickwinkel vielleicht.

00:12:27: Man hat das persönlich erfahren!

00:12:29: Es ist nicht eine Lehre die man gelernt hat auswendig sondern plötzlich sprengt das Gewohnheiten, würde ich mal sagen.

00:12:40: Daraus entsteht das Christenturm der erste christliche Gemeinde.

00:12:44: Ja und dieses ist unser heutiges Pfingstfest!

00:12:47: Und dass feiern wir?

00:12:49: Ich wünsche uns allen Wir wünschen euch eine gesegnete Pfingstonzeit und die Erfahrung des heiligen Geistes, der verändert.